Bundesgerichtshof: 4 StR 571/16 vom 29.03.2017

4. Strafsenat

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Gegenstand

Bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Erlaubnisfreies Reizstoffsprühgerät als Waffe


Tenor

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Bochum vom 15. Juli 2016 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend zu den Ausführungen des Generalbundesanwalts in seiner Antragsschrift vom 25. November 2016 bemerkt der Senat:

Die Annahme des Landgerichts, das sichergestellte Reizstoffsprühgerät der Marke „Walther/ProSecur“ sei als (sonstige) Waffe im technischen Sinne gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a WaffG i.V.m. Anlage 1 zu § 1 Abs. 4 WaffG, Abschnitt 1, Unterabschnitt 2, Nr. 1.2.2 zu qualifizieren, die ihrem Wesen nach geeignet und dazu bestimmt ist, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen herabzusetzen, ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden. Diese Eigenschaft wird dadurch, dass der Umgang mit dem Sprühgerät nach § 2 Abs. 2, 3 WaffG i.V.m. Anlage 2 zu § 2 Abs. 2 bis 4 WaffG, Abschnitt 1, Nr. 1.3.5 möglicherweise erlaubnisfrei ist, nicht in Frage gestellt.

Sost-Scheible   

        

   Roggenbuck   

        

Franke

        

RiBGH Bender ist im Urlaub
und deshalb gehindert zu unter
schreiben.

                          
        

Sost-Scheible

        

Feilcke   

        

Meta

4 StR 571/16

29.03.2017

Bundesgerichtshof 4. Strafsenat

Beschluss

vorgehend LG Bochum, 15. Juli 2016, Az: 1 KLs 19/16

§ 1 Abs 2 Nr 2 Buchst a WaffG, § 1 Abs 4 Anl 1 Abschn 1 UAbschn 2 Nr 1.2.2 WaffG, § 2 Abs 2 Anl 2 Abschn 1 Nr 1.3.5 WaffG, § 2 Abs 3 WaffG, § 2 Abs 4 WaffG, § 30a Abs 2 Nr 2 BtMG

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Referenzen
Wird zitiert von

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4 StR 571/16

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